13F-Reports aus dem Q3/2023
Eine Erklärung was sind die 13F-Reports findest Du in meinem anderen Artikel: Die 13F-Reports erklärt: Einblick zu den Superinvestoren
13 F Reports aus dem Q3/2023 (konzentrierte Portfolien: TOP 5 Positionen)

Quelle: Eigene Darstellung und 13F Reports
Die jüngsten 13F-Reports zeigen, dass das Q3/2023 verhältnismäßig unauffällig verlief, im Vergleich zu den letzten Quartalen. Wobei festzustellen ist, dass die Big-Tech Aktien wie Alphabet, Meta und Microsoft weiter aufgestockt wurden in den konzentrierten Portfolios der Superinvestoren. Insbesondere wie auch im Vorquartal hat David Tepper mit seinem Appaloosa Management Fund alle Top 5 Titel seines Portfolios weiter aufgestockt. Klar zu erkennen ist auch, dass allgemein weiter an den Big-Tech Titeln festgehalten wird, diese sogar selektiv bei Schwäche nachgekauft werden. Dieses Muster ist ein klares Indiz, dass hier kein Ende der anhaltenden Rally (welche die Performance des S&P 500 mehr und mehr dominiert) erwartet wird. Aus der obigen Darstellung nicht zu erkennen, da keine der TOP 5 Positionen betroffen sind, ist das zunehmende Engagement von David Tepper in Chinesischen Aktien. Während bereits im Q2/2023 Alibaba es auf einen Schlag in die TOP 5 seines Hedge Fonds schaffte wurden im letzten Quartal zusätzliche Anteile an PDD (einem weiteren Chinesischen Internet Titel) aufgestockt, wobei seine Beteiligung mittlerweile fast 3% seines gesamten Fonds ausmacht (aber noch ein gutes Stück von den TOP 5 entfernt liegen). Hier ist jedoch zu erkennen, dass weiter von einer Belebung der China Tech Aktien (die seit ca. 3 Jahren sehr schwach notieren und innerhalb der letzten 12 Monate ganz langsam einen Boden andeuten) ausgegangen wird. Eine solche Annahme einer Trendumkehr würde zumindest in das zuletzt im November 2023 in den USA statt gefundene Treffen zwischen Präsident Xi (China), Präsident Biden (USA) sowie hochkarätigen Unternehmenslenkern US Amerikanischer Konzerne wie Blackstone, Blackrock und Apple hineinpassen.
Festzuhalten ist, dass unverändert die Übergewichtung und Fokussierung der Superinvestoren in den Big-Tech Unternehmen (Apple, MSFT, GOOG, AMZN, Nvidia und Meta) in Bestand ist. Eher unauffällig aber dennoch erwähnenswert ist, dass weiter zurückhaltende Anlageverhalten von Berkshire Hathaway (BH). Der Cashbestand von BH befindet sich Ende Q3/2023 bei knapp USD 160 Mrd. auf einem absoluten Rekordniveau. Gleichzeitig hat sich Berkshire H. zuletzt von einigen defensiven (aber im Verhältnis kleineren) Positionen komplett getrennt wobei in Summe die Cash Quote leicht angestiegen ist. So hat man sich beispielsweise von Procter & Gamble, UPS, Johnson & Johnson, General Motors u.a. zu 100% getrennt. In diesem Segment wird folglich nicht erwartet, dass die kommenden Monate und Quartale von starkem Wachstum getrieben sein werden. Das generell eher defensive Verhalten von Warren Buffett und Co. könnte man tendenziell so interpretieren, dass aus seiner Perspektive wenige bis keine klaren (insbesondere größeren) Akquisitionen zu attraktiven Preisen zu erkennen sind (zumindest nicht im eigenen Kompetenzbereich, wo Technologiewerte weitestgehend ausgeschlossen sind). Nichtsdestotrotz hatte Berkshire H. auch im Q3/2023 einen Teil eigener Aktien erneut zurückgekauft, womit die eigene Aktie entsprechend im Q3/2023 unter dem „intrinsischen Wert“ notiert haben sollte, da Warren Buffett grundsätzlich eigene Aktien dann zurückkauft, wenn es sich für die Aktionäre auch lohnt. Ebenso zu erkennen ist das David Einhorn mit Greenlight Capital erneut einen substantiellen Teil seiner bislang größten Beteiligung „Green Brick Partners“ (einer Bau- und Landentwicklungsgesellschaft aus den USA) abgebaut hat.
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